Catsonline

Zuchttiere

Infos und Tips

Startseite Impressum Kontakt

Wespen & Co.

Manchmal ist es nur ein Augenblick, der das Wohlbefinden einer gesunden Katze beeinträchtigt - so zum Beispiel ein Wespenstich - oder der einer Biene. Unser Kater Mirrormere Mad Max (jetzt bei Fam. W. Matzelle, Rheine) machte vor einiger Zeit diese leidvolle Erfahrung...


Jeden Sommer das gleiche Spiel - es wird gejagd, was brummt und summt... entweder um die Beute anschließend auch mit “Genuss” zu fressen (Jagdtrieb) oder einfach aus dem Spiel heraus. Abgewöhnen lässt sich so etwas nicht - und nebenbei muss ich zugeben, dass ich unsere Zwerge lieber auf Mückenjagd gehen lasse, als es selbst zu tun. Dummerweise jagen sie aber nicht nur Mücken und Brummer...

Stiche von Wespen oder Bienen können mit einer frisch aufgeschnittenen halbierten Zwiebel in den ersten Minuten erfolgreich behandelt werden -aber Achtung - die Zwiebel brennt in der Wunde und das Tier lässt es sich nur in entsprechend verpackter Weise gefallen, so behandelt zu werden. Stiche im Bereich von Schleimhäuten können ebenfalls so nicht gelindert werden.

War die Übeltäterin zudem eine Biene, muss der Stachel mit den Widerhaken zuvor z.B. mit einer Pinzette entfernt werden.


Ein mit kaltem Essigwasser getränkter Wattebausch auf die betroffene Stelle gelegt, kann ebenfalls helfen. Unsere Katzen fanden dies aber wenig witzig, wenn sie im Bereich der Lefzen einen Stich hatten und mehr einem Bullterrier ähnelten, als einer Katze.

Helfen soll auch, die Wunden mit Apis mellifica C30 zu behandeln (alle 15Min.), wenn der Stichbereich geschwollen und gerötet ist - ausprobiert haben wir es allerdings noch nicht.

Meistens hilft nur abwarten - zumindest solange keine alarmierenden Anzeichen hinzutreten.

Sollte die Katze eine Biene/Wespe verschlucken (oder nach einem Maulstich ausspucken) sofort (falls möglich) kalte Umschläge machen und DIREKT zum NÄCHSTEN Tierarzt.

Manchmal wird empfohlen den Tierarzt zu bitten, ein flüssiges sofort wirksames Kurzzeitkortison (Soludacortin) zur Verfügung zu stellen, dass im Notfall Zuhause gleich verabreicht werden kann. Dies verhindert ein Anschwellen der Schleimhäute. Wir kamen bislang ohne aus und glauben auch, unseren Tierarzt schnell erreichen zu können.

Wie groß die Gefahr ist, ist letztlich schwer abzuschätzen, beinahe jedes unserer Tiere wurde schon gestochen - aber immer nur einmal und dann auch an eher exponierten Stellen wie Nase oder Pfote - so wie nun Mad Max.

Er hatte sich schnell erholt, die Schwellung war schon ca. 12 Std. später verschwunden - und nebenbei gefiel ihm sehr, im Mittelpunkt zu stehen und durch die Gegend getragen zu werden ;-)