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Trächtigkeit

Die Trächtigkeit einer Orientalin dauert im Schnitt etwa 67 Tage - also ca. 9-10Wochen, gerechnet vom Tag der Deckung durch den Kater.

• 1. Woche: Nach der erfolgreichen Deckung durch den Kater kann die Rolligkeit der Katze noch etwas anhalten oder falls sie nach der Deckung scheinbar unterbrochen wurde wieder einsetzen. Die Katze sollte nach dem Kontakt zum Kater keine weitere Möglichkeit zum Kontakt mit einem anderen potenten Kater haben, denn selbst nach erfolgter Befruchtung einiger Eizellen können weitere Befruchtungen nicht ausgeschlossen werden. Neben dem Übel, dass man dann u.U. keine Ahnentafeln für die Rassebabys erhält, kann es passieren, dass die durch die Nachdeckung entstandenen Babys 5-6 Tage zu früh auf die Welt gezwungen werden. Der Geburtstermin richtet sich meist nach den “älteren” Babys. Die Frühgeburten haben einen schweren Start ins Leben - oft gehen sie leider ein.

• 2. Woche: Viele Katzen zeigen noch keine Anzeichen einer Schwangerschaft. Manche werden allmählich Träger. Die Embryonen nisten sich in der Gebärmutter ein.

• 3. Woche: Die Katze kann - ähnlich wie bei Menschenfrauen im Frühstadium der Schwangerschaft - zu Übelkeit und damit zu Erbrechen neigen - allerdings ist dies nicht nur auf den Morgen begrenzt.

• 4. Woche: Die Zitzen beginnen sich rosa zu färben - beginnend mit den Bauchständigen. Allerdings ist dies ein Zeichen, dass ich z.B. bei Bagheera nie eindeutig beobachten konnte. Mirrormere Elora legte hingegen eine Bilderbuchschwangerschaft hin - bei ihr hätte selbst der Laie eine Schwangerschaft erkannt. Die Embryonen sind jetzt etwa 1cm groß.

• 5. Woche: Der Bauch rundet sich allmählich. Erstes deutliches Zeichen einer Gewichtszunahme - die Flanken füllen sich. Die Katze nimmt nun etwa 100g pro Woche zu. Sie benötigt nun drei statt zwei Mahlzeiten. Kittenfutter ermöglicht eine bessere Versorgung der trächtigen Katze mit Aufbaustoffen.

• 6.Woche: Erste Baby-Bewegungen im Bauch der schlafenden Mama sind mit der flach auf die Seite gelegten Hand zu spüren, als wenn sich kleine Murmeln durch die Flanken rollen...Elora war zu diesen Zeitpunkt gegenüber ihren Artgenossen wenig geduldig und deutlich gereizt - “Lasst mich alle in Ruhe - ich brüte” ;-)

• 7. Woche: Die werdende Mama beginnt die Umgebung nach geeigneten Wurflagern abzusuchen - testet hier und testet da. Die Wurfkiste sollte zu diesem Zeitpunkt bereits in einer ruhigen Ecke untergebracht sein und mit kuscheligem Betttuch zum Probeliegen einladen.

• 8. Woche: Die Katze ist nun deutlich trächtig - der Bauchumfang veranlasst den Beobachter Schätzungen über die zu erwartende Anzahl der Babys abzugeben. Die Katze liegt nun viel, ruht, putzt sich mit sichtbarer Anstrengung im Rückenbereich.

• 9. Woche: Bei sehr großen Würfen (>6) kann sie sich nun nicht mehr selbst im Anal-/Vaginalbereich putzen - Teppichrutschen als deutliches Signal, dass es viel wird... Ab jetzt sollte man die Katze gut beobachten und nicht mehr über Stunden allein lassen. Der Tierarzt sollte über die anstehende Geburt informiert sein - falls sein Einsatz notwendig wird. Handynummer besorgen!

• 10. Woche: Die Milchleisten schwellen an - bei einigen Katzen kommt ein bis zwei Tage vor der Geburt bereits der ein oder andere Tropfen Milch. Der Bauch sackt nach unten - was an den etwas eingefallenen Falken zu erkennen ist. Die Katze verliert Stunden vor der Geburt den sogenannten Schleimpfropfen - meist nicht zu sehen aber an den permanenten Leckattacken der Katze zu erkennen. Grünlicher oder gelblicher übelriechender Schleim, auf dem Liegeplatz der Katze zurückgelassen, ist ein Alarmzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt - bitte sofort den Tierarzt mit der Katze aufsuchen.

• Geburt: Die Katze wird unruhig, sucht ein Lager auf (nicht unbedingt die vorbereitete Wurfkiste), scharrt darin herum - leckt sich immer wieder im Vaginalbereich. Eröffnungswehen - dann deutlich sichtbar in Wellen verlaufende Presswehen, begleitet durch klagende Schreie. Bis das erste Baby kommt können Stunden vergehen - Elora lief eine ganze Stunde mit dem aus der Scheide guckenden Schwänzchen eines Babys durchs Zimmer - was bei mir zunächst echte Panik hervorrief und dann große Erleichterung als trotz des langen Verbleibs im Geburtskanal ein gesundes Baby zur Welt kam.

Die Katze zerbeisst dann die Fruchthülle - falls diese nicht schon bei der Geburt gerissen ist, beginnt das Baby abzulecken - frisst dabei sowohl die Eihaut, als auch die kurze Zeit später herausgepresste Plazenta. Das Baby wird durch langes Zerkauen der Nabelschnur abgenabelt (3-4cm vom Bauch weg) - sollte man hier helfen müssen, dann bitte mit sauberen Fingernägeln (Sterillium benutzen) durchknibbeln - niemals durchschneiden - der Schnitt kann sonst heftig anfangen zu bluten ! Wenn das Baby sauber und trocken ist, setzen erneut Presswehen ein...Jedes Baby sollte kurz gecheckt werden (notieren von Geburtsgewicht, Geschlecht, Entwicklungszustand...). Die Geburt kann mehrere Stunden dauern - auch Erholungswartezeiten von 2 Stunden sind häufig. Gute Erfahrung haben wir damit gemacht der Mutter flüssiges Frubiase Calcium 1-2ml) ins Mäulchen zu geben um einem Mangel und damit Wehenschwäche vorzubeugen.

• Nach der Geburt werden erst mal die feuchten Tücher herausgenommen und der Tierarzt wird kontaktiert. Er checkt ob die Geburt komplett abgeschlossen ist, die Gebärmutter leer ist und ob alle Kitten fit sind. Nun braucht die junge Katzenfamilie erst mal viel Ruhe. Übrigens wundern Sie sich nicht, wenn ihre Katze dann nicht frisst - der Vorrat durch den Verzehr der Plazentas reicht meist ein Weilchen. Hier sollten sie gut beobachtet haben, falls ihre Katze zu den Katzen gehört, die dies nicht machen, benötigt sie früh hochwertiges Futter. Der Milcheinschuss stellt alle Kitten zufrieden und die frischgebackene Mama liegt wohlig schnurrend in ihrer Kiste.